Reaktivitätsreihen
Die Reaktivitätsreihe, auch elektrochemische Spannungsreihe genannt, ist eine Liste von Elementen, die nach ihrer Fähigkeit geordnet sind, Elektronen abzugeben oder aufzunehmen. Die Reaktivitätsreihe spielt eine entscheidende Rolle dabei, die Möglichkeit und den Verlauf chemischer Reaktionen zu bestimmen. Wenn beispielsweise ein Metall und ein Nichtmetall miteinander in Kontakt kommen, gibt das Metall tendenziell Elektronen ab, während das Nichtmetall tendenziell Elektronen aufnimmt. Das Element, das in der Reaktivitätsreihe weiter oben steht, ist tendenziell der Elektronendonator, während das weiter unten stehende Element tendenziell als Elektronenakzeptor wirkt. Diese Informationen helfen dabei, den Ausgang einer chemischen Reaktion und die Art der dabei entstehenden Produkte vorherzusagen.
Neben dem Verständnis chemischer Reaktionen ist die Reaktivitätsreihe auch für verschiedene Anwendungen im Alltag und in der Technik wichtig, etwa für den Korrosionsschutz und die Gewinnung von Metallen aus ihren Erzen. Wird beispielsweise ein Metall in eine Elektrolytlösung gegeben, korrodiert es, wenn es in der Reaktivitätsreihe weiter unten steht als die Metallionen in der Lösung. Wer die Reaktivitätsreihe versteht, kann daher geeignete Werkstoffe für bestimmte Anwendungen auswählen und Korrosion verhindern.
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